
Thursday Nov 02, 2023
Detlev Claussen: ”Rassismus kennt keine Aufklärung - racism knows no enlightenment.”
Christoph Burgmer im Gespräch mit Delev Claussen. Detlev Claussen war bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Gesellschaftstheorie, Kultur- und Wissenssoziologie an der Leibniz Universität Hannover. Schwerpunkte seiner Arbeit waren unter anderem Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus. In diesem Gespräch beschreibt Detlev Claussen, wie Parteien in Deutschland in Bezug auf Migration, Einwanderung und Asyl Geschichte erfinden. Um so, fernab nachweisbarer Realitäten, neue Wahrheiten zu konstruieren. Der Öffentlichkeit sollen solcherart populistische Manöver Beweise ihrer Handlungsfähigkeit liefern. Doch am Beginn eines Zeitalters der Endlichkeit globaler Ressourcen und zunehmend militärischer Verteilungskämpfe scheint ihre politische Ohnmacht allgegenwärtig. Getrieben vom globalisierten Kapital agieren demokratische Parteien so nur noch als Totengräber der Aufklärung.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Detlev Claussen: "Grenzen der Aufklärung. Die gesellschaftliche Genese des modernen Antisemitismus. Frankfurt a.M. 1987.
Detlev Claussen: "Theodor W. Adorno. Ein letztes Genie." Frankfurt a.M. 2003
Detlev Claussen: "Béla Guttmann. Weltgeschichte des Fussballs in einer Person." Berlin 2006.
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